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Windelpilz

Baby Weint - Windelpilz

Wenn das Baby Windelpilz bzw. Windelsoor hat

Bei dem Windelpilz handelt es sich um eine bei Babys sehr häufig vorkommende Infektion mit dem Hefepilz (Candida albicans). Der Fachausdruck für eine Pilzerkrankung ist Soor. Deshalb ist in diesem Fall auch häufig vom Windelsoor die Rede.

Wie der Name bereits verrät ist dabei hauptsächlich der von der Windel abgedeckte Bereich betroffen, da das Wachstum des Pilzes durch die feucht-warme Umgebung im Bereich der Windel begünstigt wird. Der Pilz sorgt für einen roten, pickeligen Hautausschlag. Darüber hinaus können Bläschen entstehen, die oftmals nässen und gegebenenfalls Schmerzen verursachen können.

Obwohl meistens nur der Bereich vom Po und den Genitalien des Babys betroffen sind, kann es durchaus vorkommen, dass sich der Pilz auf die Oberschenkel, den Bauch und den Rücken ausbreitet. Darüber hinaus kann es zu einer Infektion des Mundbereiches kommen. In diesem Falle spricht man dann vom Mundsoor. Um und im Mund lassen sich dann Schleimhautablösungen und weiße Beläge erkennen.

Windelpilz Beschreibung

Der Windelpilz bzw. Windelsoor ist eine Form der Windeldermatitis, eine Hautentzündung im Bereich der Windel bei Babys. Sie wird durch eine Infektion mit dem weit verbreiteten Hefepilz Candida albicans hervorgerufen. Der Windelsoor ist dabei eine Unterform der Kandidose.

Der Hefepilz Candida albicans kann beim Menschen im Prinzip alle Bereiche des Körpers befallen, bevorzugt Körperregionen in denen ein feucht-warmes Millieu herrscht, wie der Genitalbereich, feuchte Hautfalten wie den Leisten und Achseln, die Mundschleimhäute, aber auch die Speiseröhre. Es kann sogar vorkommen, dass innere Organe befallen werden, was zum Glück jedoch sehr selten ist. Der Windelsoor ist, gerade in Industrienationen, in denen die Babys ja im Normal Fall gewickelt werden weit verbreitet.

Windelpilz Symptome

Bei einem Befall mit Windelpilz erscheint die Haut stark gerötet und von Pickeln überlagert. Es kann zu nässenden Bläschen kommen. Des weiteren können weißlich, schuppige, sowie wunde Stellen das Bild säumen. Oftmals kann man Beobachten das der gerötete Bereich von den weißlich, schuppigen Stellen eingegrenzt ist.

Das vom Windelsoor betroffene Baby kann unter Juckreiz und Schmerzen leiden. Dies kann dazu führen, dass das Baby unruhig ist und häufiger weint. Gerade das Windelwechseln wird vom Baby dann als sehr unangenehm empfunden.

Die Ursachen von Windelpilz

Bei den meisten gesunden Menschen lässt sich der Pilz Candida albicans nachweisen, speziell im Mund- und Rachenraum, im Darm, den Genitalien und an den Fingern. Das ist völlig normal. Das Abwehrsystem gesunder Menschen hält die Ausbreitung des Pilzes in Schach. Das Abwehrsystem von Babys ist jedoch noch nicht so gut ausgereift, um die Infektionen in den Griff zu bekommen.

Auf verschiedenen Wegen kann es nun zu einer Übertragung des Pilzes auf das Baby kommen. Er kann bereits bei der Geburt von der Mutter übertragen werden, beim Wickelvorgang von den Händen der Eltern, oder aber auch durch die Wickelablage bzw. der Windel selbst.

Windelpilz Diagnose

Die Diagnose für einen Befall mit dem Windelpilz stellt der Kinderarzt anhand des klinischen Bildes. Der wichtigste Hinweis hierfür ist üblicherweise das für Windelpilz charakteristische Zusammenspiel von einem stark geröteten Hautausschlag mit Pickeln und den weißlich, schuppigen Rändern. Falls dies gegeben sein sollte, wird der Kinderarzt noch andere Körperstellen auf einen Befall mit dem Pilz untersuchen. Allen voran untersucht der Arzt hierbei die Mundschleimhäute, da es bei einem Befall mit Windelsoor sehr häufig auch zu einer Infektion dieser Region kommt. Das liegt einfach daran, dass Babys sich häufig ihre Hände ins Gesicht schmieren oder auf ihrem Daumen nuckeln. Dies kann dann zu einem Mundsoor führen.

Falls erforderlich kann der Kinderarzt einen Abstrich nehmen um ihn auf die Pilze oder auch Bakterien hin untersuchen zu lassen.

Die Behandlung von Windelpilz

  • Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist zunächst, den Windelbereich so sauber und trocken wie möglich zu halten. Die Windeln sollten demnach häufiger als sonst gewechselt werden.
  • Handtücher, Bettwäsche und Stoffwindeln sollten bei 60° C gewaschen werden.
  • Es ist sehr hilfreich, so oft wie möglich an die betroffenen Stellen „frische Luft“ zu lassen. Also das Baby ruhig beim Wickelvorgang ohne Windel strampeln lassen, bevor die neue Windel angelegt wird.
  • Wenn der Kinderarzt bestätigen sollte, dass es sich um Windelsoor handelt, wird er ein sogenanntes Antimykotikum (Pilzhemmendes Präparat) in Salbenform verschreiben. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass der Salbe Cortison beigemischt wird. Bei Sachgemäßer Anwendung sollte der Pilz innerhalb einiger Tage wieder verschwinden. Doch auch wenn man den Pilz mit bloßen Augen nicht mehr erkennen kann, ist es sehr wichtig, die Behandlung mit der Salbe nach Verordnung des Arztes weiter fortzuführen. Meistens ist dies bis zwei Tage nach abklingen der Symptomatik empfohlen. Nur so kann ein voller Behandlungserfolg gewährleistet werden.
  • Auf fettende Salben sollte in der Behandlungszeit verzichtet werden.
  • Um die angegriffene Haut zu beruhigen kann man Kamille – Sitzbäder machen.

Wie kann man Windelpilz vorbeugen?

Damit sich der Windelsoor gar nicht erst ausbreitet kann man einige Dinge tun, die es ihm erschweren, es aber auch nicht zu 100% verhindern können. Denn so lange ein Kind Windeln trägt ist auch die ideale Umgebung für den Hefepilz vorhanden.
Um es ihm dennoch nicht zu leicht zu machen sollten die Windeln häufig gewechselt werden und der Intimbereich sauber und trocken gehalten werden, zusätzlich sollte das Kind immer mal wieder ohne Windel frei strampeln. Des weiteren kann sich vor dem Winkeln die Hände desinfizieren um eine Übertragung von den eigenen Händen auf das Baby zu vermeiden.

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