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Windeldermatitis

Baby-Weint.de - Windeldermatitis

Babys leiden häufig unter einer Windeldermatitis. Jedes dritte Kind hat während seiner Wickelphase mindestens einmal damit zu tun. Bei der umgangssprachlich als „wunden Po“ bezeichneten Windeldermatitis handelt es sich um einen Hautausschlag im Windelbereich. Durch die Windel gelangt nur wenig Luft an die Haut, dadurch entsteht ein feucht-warmes Milleu, welches Entzündungen in dieser Region fördert. Zusätzlich kann es in ungünstigen Fällen zu einer bakteriellen Infektion oder zu einem Windelpilz (Windelsoor) kommen. Doch einer Windeldermatitis kann durch einfache Mittel vorgebeugt werden.

Windeldermatitis Symptome

Das Leitsymptom einer Windeldermatitis ist eine unscharfe Hautrötung im Po- und Genitalbereich. In den meisten Fällen handelt es sich um einen nässenden Ausschlag. Zusätzlich können Pusteln und Pickelchen auftreten. Manchmal breiten sie sich auch auf die Oberschenkelinnenseiten und den unteren Bauch oder Rückenbereich aus. Die betroffenen Stellen können jucken bzw. brennen und das Baby in seinem Wohlbefinden beeinträchtigen. Betroffene Babys können während dieser Zeit quengelig sein und schlechter schlafen. Bei einem Pilzbefall (Windelsoor) ist die befallene Haut deutlich stärker gerötet und es können nässende Bläschen entstehen. Zusätzlich kann es zu weißlich schuppigen sowie wunden Stellen kommen.

Bei einer bakteriellen Infektion können sich einzelne größere Bläschen und Pusteln bilden, die auf ihrer Oberfläche gelbliche Krusten haben und von einer starken Rötung umgeben sind. Nässende und eitrige Stellen können auftreten.

Ursachen der Windeldermatitis

  • Ursächlich für eine Windeldermatitis ist zunächst einmal das Tragen der Windel selbst bzw. das durch die Windel entstehende feucht-warme Klima in diesem Hautbereich. Die Feuchtigkeit und Wärme wird unter der wasser -und luftdichten Windel aufgestaut. Aufgrund der Feuchtigkeit wird die obere Schicht der zarten Babyhaut aufgeweicht und sie verliert folglich ihre Schutzfunktion.
  • Seltenes Windelwechseln: Eine schlechte Hygiene spielt einer Windeldermatitis in die Karten. Im Urin und Kot sind Stoffe enthalten, welche die Haut reizen können. So bildet sich z.B als Abbauprodukt aus dem Urin das aggressive Ammoniak. Der Kontakt mit dem Ammoniak führt zu einer Reizung der Haut, die schnell zu einem „wunden Po“ führt.
  • Ist der Säureschutzmantel der Haut erstmal beschädigt, haben Bakterien oder Pilze ein leichtes Spiel und können sich begünstigt von dem feucht-warmen Klima in der Windel relativ mühelos ansiedeln und vermehren.
  • Wickel- und Pflegeprodukte: zu enge Windeln können scheuern und die Haut dadurch reizen oder schädigen.
  • Zu häufiges Waschen mit Seifenprodukten kann eine Windeldermatitis fördern
  • Des weitern kommen auch bei Babys manchmal Allergien gegen gewisse Hautpflegeprodukte (Seifen, Cremes, Salben) oder gar der Windel selbst vor
  • Durchfall: eine Durchfallerkrankung trägt zu der Windeldermatitis bei. Sie erschwert das Baby trocken zu halten und der häufiger und flüssiger Stuhlgang führt zu einer Reizung der Haut.
  • Bei einigen Kindern wird der Ausschlag durch bestimmte Nahrungsmittel hervorgerufen. Die Hauterscheinungen werden bei ihnen z.B aufgrund von sauren bzw. scharfen Nahrungsmitteln ausgelöst

 Diagnose einer Windeldermatitis

Anhand der typischen Hautveränderungen diagnostiziert der Kinderarzt die Windeldermatitis. Eventuell kann der Arzt zusätzlich einen Abstrich machen, um bei einem Verdacht auf eine bakterielle Infektion den genauen Erreger festzustellen.

Behandlung der Windeldermatitis

Eine Windeldermatitis lässt sich in der Regel durch einfache Soformaßnahmen in den Griff kriegen.

  • Wechseln sie die Windeln Regelmäßig: Die Windeln sollten mindestens alle drei bis vier Stunden und bei einer vollen Windel sofort gewechselt werden. Die Windeln sollten locker angelegt werden, damit die Haut nicht durch die Reibung unnötig gereizt wird.
  • frische Luft ran lassen: Lassen sie so oft wie möglich frische Luft an die betroffenen Stellen. Sie könnten Ihr Baby z.B. beim Wickelvorgang eine Zeit lang ohne Windel strampeln lassen, auch können Sie Ihr Kind bei entsprechenden Temperaturen auch ruhig mal ohne Windel durch die Wohnung laufen lassen. Windelausschläge heilen bei frischer Luft rasch ab.
  • Verwenden sie zur Reinigung des Windelbereichs nur lauwarmes Wasser. Sie sollten auf Seifenprodukte verzichten, da diese die Haut unnötig reizen können. Hartnäckiger Schmutz lässt sich gut mit einem mit Öl beträufeltem Tuch abwischen. Man kann hierfür z.B Oliven oder Mandelöl benutzen. Es ist wichtig das der Po nach dem Reinigungsvorgang gründlich getrocknet wird. Dies sollte jedoch sehr behutsam geschehen. Man kann die Stellen zum Beispiel mit einem weichen Tuch vorsichtig trockentupfen.
  • Für den Hautschutz kann eine Zinkhaltige Salbe verwendet werden. Diese wirken zudem entzündungshemmend. In einigen schwerwiegenderen Fällen kann es sein, dass der Kinderarzt eine kortisonhaltige Salbe verschreibt.

Wie kann man vorbeugen?

Das A und O um einer Windeldermatitis vorzubeugen ist ein regelmäßiges Wechseln der Windel. Bei Durchfall sollte noch einmal verstärkt darauf geachtet werden. Reinigen Sie die Haut nur mit klarem Wasser oder fügen Sie noch einen kleinen Schuss Öl hinzu und achten Sie darauf, dass der Po und die Hautfalten immer gründlich abgetrocknet werden. Immer wenn es geht sollte für einige Zeit auf die Windel abgemacht werden, damit die Haut frei atmen kann.

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