Baby weint - Der Blog rund um Babys, Kinder und Familie.

Ratgeber Schwangerschaft

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen – geht das?

Baby-Weint.de - Schwangerschaftsstreifen vorbeugen, geht das?

Die Schwangerschaftsstreifen entstehen meist wie der Name bereits verrät während oder direkt im Anschluss einer Schwangerschaft. Sie entstehen aufgrund der starken Dehnung des Gewebes. Die Streifen sind feine Risse in der Unterhaut, welche rötlich durchschimmern.

Ein anderes Wort dafür ist Dehnungsstreifen. Dieser Begriff ist vielleicht noch besser gewählt, da nicht nur Schwangere davon betroffen sind, sondern auch Menschen die auf anderen Wegen in kurzer Zeit viel zunehmen, wie mitunter auch Leistungssportler oder Bodybuilder. Die Haut wird durch die Dehnung so sehr strapaziert, bis sie letzten Endes nachgibt und reißt und es somit zu den verhassten roten Streifen kommt. Die zu Beginn rötliche Färbung der Schwangerschaftssteifen kommt von durchtrennten feinen Blutgefäßen, die bei dem Dehnungsprozess der Haut mitreißen. Nach und Nach werden die als Streifen sichtbaren Risse heller, vernarben und sind bald nur noch als blasse weiße Linien zu erkennen. Sie bleiben jedoch ohne Behandlung ein ganzes Leben lang sichtbar.

Welche Faktoren tragen dazu bei, dass Schwangerschaftsstreifen entstehen?

Zunächst einmal sind jüngere Frauen in der Regel von diesem Problem häufiger betroffen, als ältere. Der Grund hierfür ist, dass die Haut von älteren Frauen über mehr stabiles Kollagen verfügt, als die Haut der Jüngeren.

Die Wachstumsgeschwindigkeit des Babybauches ist ein weiterer wichtiger Faktor, der dazu beitragen kann, ob man die Schwangerschaftssteifen bekommt oder von ihnen verschont bleibt. Wenn der Bauch der Schwangeren in kurzen Zeitabständen schnell an Umfang zulegt, ist die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung der lästigen Streifen höher.

Zudem gibt es Erkenntnisse, die darauf hinweisen, dass hellhäutige Frauen eher zur Bildung der Dehnungsstreifen neigen, als Frauen mit einem dunkleren Teint.

Auch Menschen, die unter einer Bindegewebeschwäche leiden, werden eher diese Problematik zu spüren bekommen. Sportliche Aktivität wirkt sich wiederum positiv auf das Bindegewebe aus und stärkt jenes. Dies kann dazu beitragen, dass es nicht so leicht zur Bildung der Hautrisse kommt. Es wird berichtet, dass eine gesunde Ernährung ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Beschaffenheit des Bindegewebes der Haut hat.

Die Dehnungsstreifen können jedoch auch in Folge bestimmter Erkrankungen oder auch bei medikamentöser Behandlung entstehen. Bei der Einahme des Präparats Cortison wird Beispielsweise die Wahrscheinlichkeit der Entstehung der Hautrisse erhöht.

 

Wie kann man Dehnungsstreifen während einer Schwangerschaft vorbeugen?

Ein Non-Plus-Ultra zur Abwehr dieser unschönen Erinnerung an eine Schwangerschaft gibt es leider nicht. Man kann den Bauch abends mit einer Hautlotion bzw. Babyöl einmassieren. Wenn dies vom Partner übernommen wird, hat man nebenbei ein schönes tägliches Ritual, welches in der Zeit der Schwangerschaft die Beziehung stärkt. Mit Hilfe einer Lotion, es muss wahrhaftig kein teures Anti-Schwangerschaftsstreifenöl sein, wird die Elastizität der Haut gefördert. Eine leichte Massage bzw. behutsames Zupfen am Bauch fördert die Durchblutung der betroffnen Region und dadurch wird das Bindegewebe ebenfalls gestärkt. Somit sind auch Bürstenmassagen der potentiell gefährdeten Regionen ratsam. Hierfür kann ein spezieller Massagehandschuh aber auch ein gewöhnlicher Waschlappen benutzt werden.

Damit sie keine vorzeitigen Wehen auslösen, sollten sie Zupfmassagen ungefähr zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einstellen.

  • Wechselgüsse fördern ebenso die Durchblutung und sind ein probates Mittel zur Stärkung der Haut.
  • Vitamin E soll auch eine positive Wirkung auf das Bindegewebe haben. In vielen Lotionen oder Ölen ist es auch schon enthalten. Sie können auch versuchen es während der Schwangerschaft verstärkt durch ihre Ernährung aufzunehmen. Gute Vitamin E Lieferanten sind Nüsse, Leinsamen, Sonnenblumenkerne aber auch Gemüse wie Grünkohl, Spargel oder Bohnen.
  • Leichte Gymnastikübungen oder Schwimmen während der Schwangerschaft sind weitere Möglichkeiten ihr Bindegewebe zu stärken. Außerdem wird es vermutlich auch ihr allgemeines Wohlbefinden steigern.

Wie gesagt gibt es trotz alledem kein Allheilmittel um Schwangerschaftsstreifen sicher zu verhindern. Die aufgelisteten Möglichkeiten sind jedoch einen Versuch wert, denn sie Senken zu mindestens das Risiko, dass sie welche bekommen.

Was tun, wenn man bereits welche bekommen hat?

Um gleich ehrlich mit Ihnen zu verfahren. Einmal erworbene Schwangerschaftsstreifen werden sich auf natürliche Weise nie vollständig zurückbilden. Sie werden mit der Zeit mehr und mehr verblassen, aber sich nie ganz und gar zurückbilden.

Dies liegt daran, dass der menschliche Körper nicht in der Lage ist Elastinfasern wiederherzustellen.

Bei einigen Frauen sind die Dehnungsstreifen dermaßen ausgeprägt, dass die betroffenen Körperstellen danach dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen sind. Für die einen ist dies kein allzu großes Problem, andere jedoch fühlen sich in Ihrer Lebensqualität eingeschränkt und erhoffen sich Abhilfe.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine wirksame, aber kostenpflichtige Möglichkeit ist die Laserbehandlung. Die Laserbehandlung wird nicht von den Krankenkassen übernommen und es sind für sichtbare Erfolge in der Regel mehrere Sitzungen notwendig. Es gibt allerdings verschieden Arten der Laserbehandlung. Bei den herkömmlichen Lasern wird die komplette obere Hautschicht abgetragen. Dies hat zur Folge, dass es zur Schorfbildung und nässenden Wunden kommen kann. Im Worst-Case Szenario kann es passieren, dass es zu einer unschönen Narbenbildung kommt. Modernste Methoden arbeiten mit einem sogenannten Co2 Laser. Bei dieser Technik dringen tausende von Laserstrahlen in die unteren Hautschichten ein. Dort regen sie die Entstehung von neuem Gewebe an, welches das alte ersetzt.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Laserbehandlung hat die sogenannte Co2 Lasertechnik deutlich weniger Nebenwirkungen. Weitere Möglichkeiten zur Behandlung der Dehnungsstreifen sind Peelings, bei denen mit Hilfe von Fruchtsäuren die obere Hautschicht abgetragen wird. Durch diesen Effekt erhofft man sich eine Zellregeneration. Als letzte Möglichkeit gibt es noch die Möglichkeit einer Schönheits-Chirurgie. Hierbei sollte allerdings gründlich der Risiko und Nutzen – Faktor eines solchen Unterfangens abgewogen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.