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Alltag Übers Eltern sein

Mit Nuffel im Stall

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Seit ich klein bin liebe ich es im Stall zu sein und zu reiten. Für mich ist dies einfach ein Ausgleich zu meinem restlichen Alltag. Dort trifft man Freunde, kann seinen Frust beim Ausmisten von Boxen loswerden oder eben seine Seele beim Ausreiten baumeln lassen.
Nachdem Nuffel in mein Leben getreten ist wurde die Zeit im Stall natürlich erst einmal viel weniger, als ich es gewohnt war. Dies hatte zur Folge, dass ich neben der sowieso herrschenden Unausgeglichenheit einer frisch gebackenen Mutter, noch zusätzlich gereizt und genervter war.

Je älter Nuffel wurde desto mehr Freiheit bekam ich zurück, doch wenn man mindestens vier Mal die Woche zum Stall fährt kann man kaum erwarten, dass sich jedes Mal jemand um den Kleinen kümmert. Also gewöhnte ich mir an Nuffi an einigen Tagen mit zum Stall zu nehmen.
Es ist natürlich nicht das Gleiche, denn ich kann zum Beispiel nicht reiten gehen. Doch ich sehe andere Leute, welche über andere Themen sprechen als Kinder. Ich kann meine Arbeiten erledigen und Zeit mit meinen Pferden verbringen.

Stallalltag mit Nuffel

Auch hier machte ich die Erfahrung, dass je älter Nuffi wurde, desto einfacher war es am Stall. Während ich den Kleinen anfangs noch überall mit hintragen musste, kann ich ihn heute einfach laufen lassen.

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Die Kinder unserer Stallbesitzerin kümmern sich immer gerne um ihn. Während er mit dem Sohn die Trecker begutachtet und beim Boxen misten hilft, kann ich in aller Ruhe meine Box säubern und Futter vorbereiten. Natürlich schaue ich zwischendurch immer mal nach ihm. Doch ich habe auch das große Glück, dass alle auf unserem Hof ein Auge aufeinander haben. So kann ich sicher sein, dass jeder der ihm begegnet auch eben schaut ob alles in Ordnung bei ihm ist.

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Umgang mit Pferden

Angst vor Pferden und allgemein vor Tieren hat Nuffel nicht, da er einfach damit groß wird und sie für ihn zum Alltag gehören. Dadurch geht er auch ganz anders auf Tiere zu und behandelt sie anders. Er weiß zum Beispiel, dass er gar nicht versuchen braucht auf eine Katze zu zu rennen, da sie dann einfach reiß aus nimmt. Er weiß, dass er sich am besten hinhocken und einfach warten muss bis die Katze von sich aus kommt.

Und so ist es auch bei den Pferden. So gerne er auch rennt, hüpft und tobt, bei den Pferden ist er sehr darauf bedacht sich ruhig zu verhalten. Er verbringt gerne Zeit damit mit der Tochter der Stallbesitzerin die Ponys zu putzen und zu streicheln. Wenn sie gerade etwas mehr Zeit hat wird auch oft eins gesattelt und die beiden kommen zu mir, damit der Kleine ein paar Runden reiten kann. Auch hierbei ist er erstaunlich ruhig. Er hat noch nie auf einem Pferd geschrien oder dergleichen. Er grinst meist einfach fröhlich vor sich hin.

Darf Nuffel regelmäßig reiten?

Ob Nuffi regelmäßig reitet oder ob er bald sogar schon mit in den Kleinkinderunterricht soll werde ich recht oft gefragt. Doch dies kann ich mit einem ganz klaren Nein beantworten.

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Immer wenn Zeit ist und Nuffel Lust dazu hat darf er gerne auf einem der Ponys reiten oder mit mir auf meinem Pferd sitzen, doch von einer Regelmäßigkeit kann man hier nicht sprechen. In der einen Woche passiert das vielleicht zwei bis drei Mal, doch dann auch wieder zwei Wochen gar nicht. Es liegt ganz daran wie es gerade passt und da soll auch so bleiben. Warum?

Zum einen möchte ich Nuffel zu nichts drängen. Wenn er später einmal den Wunsch nach regelmäßigem Reitunterricht äußert soll er den gerne bekommen. Doch das ist einfach etwas, was das Kind wollen muss und nicht die Eltern. Nur weil ich keine große Turnierkarriere eingeschlagen habe, obwohl ich mir dies lange Zeit gewünscht habe, möchte ich diesen Traum nicht auf mein Kind projetzieren.

Zum anderen bin ich der Meinung ist der Körper eines zwei Jährigem noch gar nicht dafür gemacht regelmäßig für längere Zeit auf einem Pferd zu sitzen. Es ist alles noch weich und am Wachsen und dies sollte es auch alles ganz in Ruhe machen. Zu dem kann sich so ein Kind noch gar nicht auf einem Pferd durchsetzen. Er kann weder sein Körpergewicht und die Kraft seiner Beine gezielt einsetzen noch mit den Zügeln so sorgsam umgehen. So würde das Pferd bei jedem Schritt einen ordentlichen Ruck durchs Maul bekommt.
Diese Vorrausetzungen wird ein Kind erst ungefähr mit Schulbeginn haben und bis dahin belassen wir es so dabei.
Er kann sich so an die Tiere gewöhnen, an das Gefühl auf einem Pferd zu sitzen und im Takt der Bewegung mitzugehen, ohne dass irgendetwas von ihm erwartet wird.

Kaputt und Glücklich

Nach einem Nachmittag mit Nuffel am Stall sind wir immer beide ganz schön geschafft. Körperliche Arbeit, neue Eindrücke und Erfahrungen und natürlich viel frische Luft lassen einen dann doch ganz schön müde werden.
Trotzdem muss ich Nuffel jedes Mal erst überzeugen mit nach Hause zu kommen. Da wird sich dann auch mal aus Wut, weil man doch gerade so schön im Sand spielt, einfach in eine Matschpfütze geworfen.
Doch kaum ist Nuffel aus seinen dicken Butscherklamotten raus und in seinem Sitz angeschnallt, werden die Augenlider gleich viel schwerer. Meist brauchen wir keine 500m vom Hof weg sein dann ist er mit Daumen im Mund und Matsch im Gesicht eingeschlafen.

 

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