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Warum weinen Babys? Teil 2

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4. Babys weinen, wenn sie müde sind

Babys weinen oftmals, wenn sie müde sind. Sie haben einen hohen Schlafbedarf und schlafen in der ersten Zeit bis zu 16 Std. täglich.

Meistens schlafen sie auch unabhängig von Ort und Situation ein, wenn sie Ihren müden Punkt erreicht haben. Wenn Babys aufgrund von Müdigkeit weinen klingt es oftmals vielmehr wie ein kraftloses Quengeln und hält meist nicht so lange an, da sie vor Müdigkeit bald einschlummern.

Es ist jedoch so, dass die Kleinen tagtäglich viele neue Eindrücke verarbeiten müssen und gerade wenn man mit ihnen viel Unterwegs ist oder häufig Besuch zu Hause hat, kann es sein, dass sie Überreizt sind. Ein Baby das eigentlich hundemüde ist, kann demnach, weil es noch total aufgekratzt ist nicht einschlafen. Es fängt an zu quengeln und zu weinen. Wenn Babys müde sind reagieren sie auf alles Äußere empfindlicher als sonst.

Bringen Sie ihr Baby an einen stillen Ort und dämpfen Sie das Licht um es zu beruhigen.

Für eine angenehme Wärme im Bettchen sollte gesorgt sein, der Rest des Raumes sollte zum Schlafen eine Temperatur zwischen 16°C -18°C haben. Mobilés mit harmonischer Musik wirken manchmal Wunder. In der Regel weinen Babys wegen Müdigkeit gegen Abend vor der gewohnten Schlafenszeit. Während erlebnisreichen und anstrengenden Tagen kommt dies natürlich auch im Laufe des Tages zwischendurch mal vor. Nicht selten haben die Kleinen, wenn sie müde sind auch gleichzeitig ein erhöhtes Bedürfnis an Aufmerksamkeit und Wärme.

5. Dem Baby ist es zu warm bzw. zu kalt

Es sollte immer daran gedacht werden, dass das Baby nicht überhitzt bzw. unterkühlt ist.

Eine grobe Regel lautet, dass ein Baby immer eine Kleidungsschicht mehr benötigt, als ein Erwachsener, damit es sich wohl fühlt. Hände und Füße sind keine guten Gradmesser, um die optimale Temperatur festzustellen, denn sie sind in der Regel immer etwas kühler, als der Rest des Körpers. Fühlen sie die Haut im Bereich des Nackens oder zwischen den Schulterblättern (diesen Bereich können Sie mit einem oder zwei Fingern, auch beim angezogenem Baby gut erreichen).

In diesem Bereich sollte sich die Haut warm anfühlen, aber nicht feucht sein. Wenn das Baby geschwitzt haben sollte, ziehen Sie ihm eine Kleidung am besten aus und etwas Frisches an, diesmal entsprechend eine Schicht weniger.  Eine Überhitzung Ihres Babys beim Schlafen kann unter Umständen die Wahrscheinlichkeit für den Plötzlichen Kindstod (SIDS) erhöhen. Gerade an Sommertagen sollte man ein Auge darauf haben. Babys sind noch nicht in der Lage ihre Körpertemperatur so zu Regeln wie größere Kinder oder Erwachsene.

Wenn sich der Bereich im Nacken kalt anfühlt, dann ziehen Sie ihrem Kind etwas zusätzliches an. Eine bläuliche Verfärbung der Lippen kann auf eine Unterkühlung hindeuten.

Eine gute Methode um eine erhöhte Körpertemperatur beim Kleinkind zu messen, ist ein Ohrthermometer. Dies ist eine unkomplizierte Methode, welche relativ genaue Ergebnisse liefert.

6. Das Baby will auf den Arm/braucht Zuneigung

Es kann natürlich sein, dass Ihr Baby einfach nur auf den Arm genommen werden will und Zuneigung braucht. Wie schon weiter oben beschrieben können Sie Ihrem Baby zu Beginn, gar nicht ein zu viel an Liebe, Geborgenheit und körperlicher Wärme geben. Man kann ein Baby auf keinen Fall verwöhnen, dies ist schlichtweg nicht möglich. Die Frage des Verwöhnens und des Verhätschelns des Nachwuchses stellt sich erst im Kleinkindalter. Beachten Sie, vor nicht all zu langer Zeit war Ihr Sprössling noch 24 Stunden im Bauch der Mutter geborgen und hat ihren Herzschlag gespürt, so ist es nicht verwunderlich, dass sich das Baby nach Nähe sehnt.

Oftmals reicht diese körperliche Wärme und Ihre beruhigende Stimme aus, um Ihren Schatz wieder glücklich zu machen.

Also knuddeln Sie ihr Baby.

Schnell werden Sie merken, dass das auf den Arm nehmen, was vor einiger Zeit doch noch so einfach war, immer anstrengender werden wird. „Letzte Woche war’s kein Problem und nun scheint der blöde Arm immer länger und länger zu werden“ denkt man sich. Man trägt das Baby und hofft, dass es müde wird und einschläft und stellt irgendwann fest, dass das einzige was müde wird, der eigene Arm ist auf dem man sein Kind hält, also verlagert man den Wonneproppen auf den anderen Arm. Nur ist dies irgendwie blöde. Irgendwie hat man, wenn man das Baby auf diesem Arm trägt eine komische Körperhaltung. So in etwa wird es vielen ergehen.

Was macht man in solch einer Situation?

Klar am besten wechselt man sich mit dem Partner ab, bis sich das Baby wieder beruhigt hat und manchmal kann dies etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Und wenn niemand zu Gegend ist?

In solchen Fällen sind Babytragtaschen bzw. Tragetücher ideal, bei denen man sein Kind am Körper trägt. Auf diese Weise bekommt es das Gefühl der Geborgenheit, ohne dass es einem auf die Arme schlägt.

7. Das Baby hat das Bedürfnis zu nuckeln

Mitunter kommt es vor, dass die Babys ein erhöhtes Saugbedürfnis haben. Dies kann sich wie folgt äußern. Zunächst einmal deutet alles darauf hin, dass das Baby Hunger hat. Gibt man ihm dann die Brust zum Stillen oder reicht ihm die Flasche, saugt es kurz daran und scheint zu Frieden zu sein. Kurz darauf spuckt es jedoch die aufgesogene Milch wieder aus und protestiert mit erneutem Weinen. Meistens liegt es daran, dass das Kind schon satt ist und eigentlich nur noch zur Beruhigung etwas zum nuckeln haben will. Dies können Sie einfach feststellen, in dem Sie Ihrem Baby den kleinen Finger zum saugen reichen. Wenn Sie sich für einen Schnuller entschieden haben, können Sie ihrem Baby auch den Schnuller zur Beruhigung geben.

8. Das Baby hat Langeweile

Auch Babys leiden mitunter an Langeweile. Die Kleinen möchten früh die Welt kennen lernen und unterhalten werden, sind jedoch erst einmal voll und ganz auf Sie angewiesen und können noch nicht selbständig auf Entdeckungsreise gehen. Wenn das Baby hellwach ist und eine gewisse Zeit alleine auf dem Rücken liegt, kann ihm die Monotonie schnell aufs Gemüt schlagen und es wird sich dementsprechend bei Ihnen melden. Es signalisiert, dass es beschäftigt werden will. Versuchen sie viel mit ihrem Baby zu sprechen, das wird die Sprachentwicklung ihres Kindes fördern, auch wenn es noch ein langer Weg ist, bis es letztendlich selber sprechen wird. Durch das Zuhören gewöhnt sich das Baby schonmal an die Sprache. Die Fähigkeit zu Sprechen ist angeboren, wird jedoch nur durch Anreize und ständiger Übung herausgebildet. Hierbei ist auch Singen sehr sinnvoll.

Egal was für eine miserable Stimme Sie auch besitzen sollten, ihr Baby wird es mögen und es wird gut für die Sprachentwicklung ihres Schatzes sein, nur lassen Sie bitte ihre Gläser und Spiegel heile.

Gerne werden Babys auf dem Arm getragen und inspizieren auf diesem Wege ihre Umgebung.

Nach der ersten Zeit zu Hause kann man auch relativ früh schon mit kleinen Spaziergängen mit dem Kinderwagen beginnen. Natürlich sollte das Wetter mitspielen und für ausreichenden Schutz vor Kälte oder Sonne gesorgt sein. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft sind für das Immunsystem von großer Bedeutung und werden auch Ihnen als Mutter oder Vater gut tun.

All diese wiederkehrenden äußeren Reize fördern ihr Baby und tragen dazu bei, dass es sich gut entwickelt. Wichtig ist jedoch, dass man es nicht durch ein zu viel an neuen Anreizen überfordert. Man muss versuchen eine Balance zwischen Anreizen und Ruhephasen zu finden, denn andernfalls kann es schnell zu einer Reizüberflutung kommen.

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