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Mein Baby weint! – Warum weinen Babys? Teil 1

Baby-Weint.de - Warum weinen Babys? Teil 1

Warum weinen Babys?

Jedes Baby weint. Zu Beginn ist es die einzige Möglichkeit für ein Baby mit seiner Umwelt zu kommunizieren und ihr seine Bedürfnisse mitzuteilen. Ungefähr bis zum ersten Monat weinen Babys ohne Tränen. Das liegt daran, dass ihre Tränenkanäle bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt sind.

Noch sind es kleine hilflose Wesen, welche vollkommen auf die Fürsorge ihrer Eltern angewiesen sind. Folglich weinen auch kerngesunde Neugeborene bis zu drei Stunden am Tag. Bei den Bezugspersonen löst das Weinen einen physiologischen Reflex aus. Der Puls steigt schlagartig an, die Temperatur in den Brüsten der Mutter steigt und der Milchfluss wird angeregt.

Anfangs hat das Baby noch für jedes seiner Bedürfnisse ein Stereotypes „Weinen“ und es ist gerade zu Beginn nicht immer leicht zu erkennen, was es wirklich von einem möchte und ihr Baby wird in vielen Fällen, in denen es zum Beispiel aufgrund von Hunger weint, vielleicht zusätzlich auch müde sein oder umgekehrt. Zunächst mag es schwierig sein den Auslöser fürs Unwohlsein aus einem immer gleich klingendem Sammelsurium des Weinens heraus zu filtern, mit der Zeit jedoch können die Kleinen für jedes Bedürfnis eine spezifische Art zu Weinen oder Quengeln entwickeln und es wird einfacher für die Eltern die Ursache hierfür zu finden. Schnell erlernen sie Wege, wie sie mit ihrer Körpersprache kommunizieren können. Sie fangen an zu lächeln, stellen Augenkontakt her und üben mit verschiedenen Lauten zu interagieren.

All diese Fortschritte tragen dazu bei, dass die kleinen „Würmchen“ weniger weinen werden.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man das Weinen des Babys ernst nimmt, denn jedesmal wenn ihr Baby weint, wird eine Ursache oder ein Bedürfnis dahinter stecken, welches Ihr Kind Ihnen mitteilen möchte. Hinter dem Weinen der Kleinen steckt auf keinen Fall Berechnung oder die Absicht Ihnen auf die Nerven gehen zu wollen.

Inhalt

Was passiert mit einem Baby, wenn man es weinen lässt?
Die häufigsten Gründe warum Babys weinen

  1. Das Baby weint, da es Hunger hat
  2. Das Baby braucht eine frische Windel
  3. Das Baby weint, weil es Probleme mit der Verdauung hat
  4. Babys weinen, wenn sie müde sind
  5. Dem Baby ist es zu warm bzw. zu kalt
  6. Das Baby will auf den Arm/braucht Zuneigung
  7. Das Baby hat das Bedürfnis zu nuckeln
  8. Das Baby hat Langeweile
  9. Die Reizüberflutung
  10. Das Baby ist frustriert
  11. Schlechte Träume
  12. Angst vor dem Alleinsein
  13. Das Baby hat Anpassungsschwierigkeiten
  14. Andere Gründe

 

Was passiert mit einem Baby wenn man es weinen lässt?

Leider sind immer noch einige Eltern der Auffassung, dass sie ihr Baby weinen lassen müssen, damit es lernt sich selbst zu beruhigen. Dies ist jedoch ein völlig falscher Ansatz und führt zum Gegenteil. Denn, wenn sie die Bedürfnisse ihres Babys ignorieren, lernt es nicht sich selbst zu beruhigen – Es lernt, dass niemand zur Hilfe kommen wird und im eigentlichen Sinne lernt es somit nur eines, nämlich aufzugeben.

Wenn die Bedürfnisse des Babys nicht gestillt sind und es anfängt zu weinen und zu schreien, dann ist das für das Baby eine sehr stressige Situation. Der menschliche Körper reagiert in Stressmomenten damit, dass er versucht mit seinem Körpereigenen Hormon dagegen an zu steuern. Das Antistress Hormon Cortisol wird vermehrt ausgeschüttet.

Die Situation ist somit folgendermaßen: Das Baby hat ein Bedürfnis, das es nur durch Weinen, Schreien oder Quengeln mitteilen kann. Es erwartet die Hilfe seiner Eltern oder Bezugspersonen. Wenn keine Hilfe kommt, wird es zunächst einmal ängstlicher und gestresster.

Ab einem bestimmten Punkt jedoch schaltet der Körper des Babys auf Notaus – das Baby resigniert.

Das Urvertrauen des Babys wird zerstört. Sie müssen sich vorstellen, das diese Schutzmechanismen des menschlichen Körpers noch aus einer Zeit stammen, in der viele Gefahren auf die Menschen lauerten. Wenn eine Mutter ihr Baby ablegte und das Baby anfing zu Schreien, dann war dieses Schreien auch ein Alarmsignal an die Mutter, dass sie ihr Kind nicht vergessen darf. Wilde Tiere und allerhand anderer Bedrohungen warteten dort draußen.
Heutzutage erwarten uns zwar weit weniger Gefahren als z.B in Steinzeit, die Schutzfunktionen des menschlichen Körpers haben sich darauf jedoch noch nicht eingestellt und die Urinstinkte sind geblieben.

Und was passiert im Körper des Babys, wenn er dauerhaft den Antistress Hormonen ausgesetzt wird?

Welche Nebenwirkungen es hat wenn man zu viel oder für zu lange Zeit das Medikament Cortison nimmt, darüber wissen viele bescheid und wenn nicht klärt der behandelnde Arzt sofort auf. Doch dieser Stoff aus dem Medikament, welcher für die Arznei namensgebend ist, wird auch auf natürliche Art im Gehirn gebildet und heißt Cortisol.
Cortisol kann Auswirkung auf das zentrale-, sowie das autonome Nervensystem haben. Des weiteren kann es Auswirkungen auf unsern Stoffwechsel und unser Immunsystem haben und dies nicht nur kurzzeitig, sondern langzeitig.
Durch die Schädigung des zentralen Nervensystems kann ein vermehrtes Angstgefühl entstehen, was wiederum die Psyche angreift. Dies kann akute Angst- und Schlafstörungen verursachen, Stress kann schlechter verarbeitet werden und es können sich sogar Depressionen entwickeln.
Des weiteren kann das Wachstum gemindert werden, sowie die Lernfähigkeit. Durch ein angeschlagenes und dadurch heruntergefahrenes Immunsystem häufen sich Erkrankungen und selbst kleine Infekte können sich in die Länge ziehen.

Also trösten Sie ihr Baby, wenn es weint!

Was sind die häufigsten Gründe warum Babys weinen?

1. Das Baby weint, da es Hunger hat

An erster Stelle sollte, gerade wenn das Baby noch sehr jung ist, immer überprüft werden, ob es Hunger hat. Dies ist der häufigste Grund dafür, dass die Kleinen weinen. Dadurch, dass in ihren kleinen Mägen noch nicht viel Patz für Nahrung ist, brauchen sie natürlich häufiger die Brust der Mutter bzw. das Fläschchen. Die 4 Stunden Regel für das Stillen ist hierbei völlig veraltet und sollte keineswegs angewandt werden. Sie stammt aus einer Zeit in der die Ansichten über die Erziehung stark militaristisch geprägt waren. Das Baby sollte nicht verwöhnt werden und man war der Ansicht, dass durch das Schreien die Lungen der Kleinkinder gestärkt werden würden, was natürlich aüßerster Humbug ist.

Ein Baby sollte immer nach Bedarf gestillt werden. In diesem Punkt sind sich alle Stillexperten einig. Das Stillen nach Bedarf ist für Mutter und Kind das Beste. Damit wird garantiert, dass Ihr Baby die Nahrung, die es benötigt, genau zu dem Zeitpunkt bekommt, in der sie gebraucht wird. Wenn Sie stillen sollten, dann ist es in der ersten Zeit ratsam, dass Baby so häufig wie möglich an die Brust zu legen. Damit wird der Milchfluss in Gang gebracht.

Bei den Naturvölkern stillen die Mütter z.B etwa alle 13,5 Minuten und Untersuchungen haben ergeben, dass deren Kinder viel weniger unter Koliken leiden und auch sonst weniger Weinen, als die Kleinkinder in westlichen Ländern. Dieses häufige Stillen ist natürlich hier nur sehr schwer zu praktizieren und auch nicht für jede Mutter wünschenswert. Auf jeden Fall sollte man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Babys nicht verwöhnt werden können. Es ist unmöglich Ihnen ein zu viel an Geborgenheit, Liebe und körperlicher Wärme zu geben. Falls Ihr Baby auf einmal schneller wieder Hunger bekommt, als in den Tagen zuvor, dann kann es sich dabei womöglich um einen Wachstumsschub handeln. In folge der Wachstumsschübe steigt der Gesamtumsatz der Kleinen an. Der erhöhte Kalorienbedarf geht dann mit einem stärkeren Hungergefühl einher. Dies kann sich durch längere Trinkphasen, aber auch durch kürzere hungerfreie Abstände zwischen den Mahlzeiten äußern.

Gerade wenn ein Kind nach dem Aufwachen weint, hat es höchstwahrscheinlich Hunger, denn schließlich vergeht ja durch die Schlafphase doch eine gewisse Zeit seit der letzten Mahlzeit.

Ein typisches Zeichen für Hunger von Babys ist, wenn der Körper des Babys angespannt wirkt. Ein weiterer deutlicher Hinweis sind die suchenden Bewegungen, bei denen sich das Baby z.B zu einem an der Wange gehaltenen Finger oder zur Brust wendet.

Hält man ihm den Finger direkt an die Lippen, wird es gierig daran saugen.

Wie bereits beschrieben sind die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu Beginn noch kurz und vergrößern sich erst im Laufe der Monate.

Die Essgewohnheiten sind von Baby zu Baby eigen und man kann größere Abstände bei den Mahlzeiten nicht „auf Teufel komm raus“ durchsetzten wollen.

2. Das Baby braucht eine frische Windel

Während die einen Babys sofort eine neue Windel haben wollen, sobald sie etwas nass ist und dies auch durch heftigen Protest signalisieren, fühlen sich andere auch noch in einer vollen Windel wohl. Dies ist wie bei vielen anderen Dingen ganz individuell und von Baby zu Baby unterschiedlich.

In der Regel braucht ein Neugeborenes alle zwei bis drei Stunden eine frische Windel.

Später genügt es normalerweise die Windel 5-6 mal am Tag zu wechseln. Gerade bei Babys mit empfindlicher Haut, sollte man die Windel jedoch lieber öfter wechseln. Eine zu sehr gereizte Haut im Bereich des Pos kann zuzeiten eine Windeldermatitis hervorrufen, welche für das Baby schmerzhaft sein kann. In Situationen bei denen Ihr Baby zusätzlich Hunger hat, wie beispielsweise nach dem Wach werden ist es fürs Baby meistens behaglicher, wenn Sie zu erst seinen Hunger stillen und danach die Windel wechseln. Es sei denn, die Windel ist so voll, dass kein Weg daran vorbei führt sie zu erst zu wechseln. Eine weitere Möglichkeit ist, dem Kind erst einmal was zu Essen geben und somit den gröbsten Hunger dämpfen, sich dann um die Windel kümmern und zum Schluss noch einmal was zu Essen geben. Gerade wenn man möchte, dass das Baby nach der Mahlzeit weiter schläft kann dies hilfreich sein.

Ein Blick in die Windel genügt oft, um die Ursache fürs Unwohlsein zu offenbaren.

3. Das Baby weint, weil es Probleme mit der Verdauung hat

Das Verdauungssystem der Babys ist in der Anfangszeit noch nicht ausgereift und so kann es sein, dass die Kleinen in der ersten Zeit häufiger, gerade am Nachmittag oder Abend mit Schmerzen im Bauchbereich zu kämpfen haben. Dies ist leider völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Im Volksmund wird bei exzessiven Schreiphasen in den ersten Lebensmonaten, welche mit einem aufgeblähten, harten Bauch einhergehen, gerne von den Dreimonatskoliken gesprochen, obwohl hierfür in der Regel andere Gründe vorliegen. Denn in den allermeisten Fällen liegt die Ursache der Beschwerden nicht primär im Verdauungstrakt. Den Babys macht die Umstellung an das Leben außerhalb des Mutterbauches zu schaffen, was letztendlich der wahre Auslöser für die als reine Verdauungsbeschwerden wahr genommenen Probleme der Kinder ist.

Oftmals ballen die Babys hierbei ihre Fäuste zusammen und winkeln Ihre Beine an. Die Spannweite des Weinens reicht hierbei von leisem Schluchzen bis hin zu herzzerreißendem Geschreie. Für junge Eltern ist dies eine belastende Erfahrung, da sie zumeist hilflos zu sehen müssen. Trauben bzw. Kirschkernkissen können die Schmerzen etwas lindern. Leichte Massagen in der Bauchgegend können ebenfalls etwas Abhilfe verschaffen. Ein weiteres probates Mittel ist der sogenannte „Fliegergriff“, bei dem man das Baby in Bauchlage auf dem Arm trägt. Diese Lage entlastet die Bauchgegend, Krämpfe und Blähungen können sich besser lösen und es fühlt sich durch die Nähe auf dem Arm geborgen, was die Schmerzen für Ihr Kind erträglicher macht.

Auch wenn diese Zeit eine Herausforderung darstellt, seien Sie versichert, sie geht vorbei.

Probleme mit der Verdauung können auch bei Beginn einer Mahlzeit auftreten. Oftmals handelt es sich hierbei zwar um, beim Trinken, verschluckte Luft, sie können unter Umständen auch durch den „gastrokolischen Reflex“ hervorgerufen werden. Bei diesem Reflex des Darmtraktes wird durch die Nahrungsaufnahme ein Zusammenziehen des Dickdarms eingeleitet. Meistens führt dies zu einer Darmentleerung. In der Regel nehmen die Babys die Bewegungen des Darms gar nicht wahr und trinken ruhig weiter. Mitunter kann der gastrokolische Reflex aber zu krampfähnlichen Schmerzen führen, was das Füttern etwas erschwert. Geben Sie Ihrem Baby in solchen Fällen etwas Zeit sich zu beruhigen und trösten Sie es, bis es nicht mehr weint. Auch hier können leichte Massagen die Schmerzen lindern. Nach dem sich Ihr Baby beruhigt hat, können Sie mit der Gabe der Mahlzeit fortfahren.

-> Hier gehts zu Teil 2

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