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Erziehung Ratgeber

Kinderregeln

Baby Weint - Kinderregeln

Von Familien- und Kinderregeln

Regeln zeigen auf was erlaubt ist und was nicht und ordnen somit das Zusammenleben. Doch für Kinder ist es oft sehr schwierig sich an Regeln, welche die Eltern aufgestellt haben und in der Familie gelten, zu halten. Das liegt aber meist nicht daran, dass Kinder absichtlich böse sind und ihre Eltern tyrannisieren wollen, sondern dass sie die aufgestellten Regeln nicht verstehen. Wenn man zusammen Familien – und Kinderregeln aufstellt, fällt es den Kleinen leichter sich daran zu halten.

Warum gibt es eine Regel?

Regeln nicht zu verstehen kann zum einen bedeuten, dass Kinder einfach nicht wissen warum es eine Regel gibt. Zum Beispiel heißt es sie sollen Zuhause sein, sobald es dunkel wird. Nun macht es aber gerade so viel Spaß auf dem Spielplatz und müde ist das Kind noch lange nicht. Warum soll es also jetzt schon nach hause gehen?
Kinder verstehen in solchen Momenten dann einfach nicht warum sie jetzt los müssen und denken dann Dinge wie „Mama will mich bloß immer kontrollieren“ und die Regel bringt das Gegenteil mit sich, nämlich dass Kinder dann häufiger länger wegbleiben, als sie sollen.

Warum dürfen Eltern Regeln brechen?

Oder aber ein Kind versteht eine Regel nicht, weil es sie „unfair“ findet.
„Beim Essen haben immer alle so lange am Tisch sitzen zu bleiben, bis alle aufgegessen haben“ ist wohl in den meisten Familien eine recht verbreitete Regel. Doch nun klingelt Papas Handy und er steht vom Tisch auf um zu telefonieren, obwohl noch alle am Essen sind.
Das Kind sieht in solch einer Situation dann eher weniger, dass das vielleicht ein sehr wichtiges Gespräch ist, welches der Papa auf keinen Fall verschieben kann. Das Kind sieht nur, dass sich der Papa ohne Konsequenzen nicht an die Regeln halten muss. Warum sollte sich nun also das Kind daran halten?

Wie geht es besser?

Zunächst einmal sollte man natürlich unbedingt darauf achten geltende Regeln als Eltern nicht selbst zu brechen. Wenn es nun aber in manchen Fällen nicht abzuwenden ist, sollte man seinem Kind genau erklären warum das so ist, man sich aber zukünftig weiter an die Regeln hält.

Doch seinem Kind zu erklären warum es manche Regeln gibt ist wohl der wichtigste Punkt. Eine Regel, die man nicht versteht einzuhalten ist auch für Erwachsene sehr schwierig. Wie viele Leute gucken zum Beispiel beim Autofahren aufs Handy, obwohl es verboten ist. Dabei weiß man natürlich, dass dadurch Unfälle passieren können. Doch jeder der aufs Handy guckt denkt sich wohl „ach ist doch nur ganz kurz und ich hab doch alles im Griff“. Dass hierbei Menschenleben auf dem Spiel stehen und vor allem nicht nur das eigene ist den meisten wohl nicht wirklich bewusst. Wie sollen sich nun Kinder an Vorschriften halten, bei denen sie den Hintergrundgedanken überhaupt nicht erkennen können.

Nehmen wir noch einmal das Beispiel mit dem „Nach Hause kommen, wenn es dunkel wird“. Wie oben schon beschrieben denken sich Kinder wahrscheinlich nur, dass sie gerade so viel Spaß haben und Mama sie nur kontrollieren will. Doch den eigentlichen Grund, nämlich die Sorge darüber, dass im Dunkeln so viel passieren könnte, könne Kinder gar nicht erfassen. Man muss es den Kindern erklären, dass die elterlichen Sorgen, von das Kind wird sich verlaufen bis hin zu der nächste Kidnapper sitzt schon im Busch,  reichen.

Kinderregeln richtig aufstellen

Um Regeln aufzustellen, die für die ganze Familie gelten sollen, sollte auch die ganze Familie zusammenkommen. Denn wenn die Kinder die Regeln mit bestimmen und entwickeln dürfen, halten sie sich auch eher daran.
Hier nun fünf Schritte wie man Regeln mit der ganzen Familie am besten aufstellt.

  1. Zunächst sollte jeder Sagen oder aufschreiben welche Regeln es seiner Meinung nach geben sollte. Sowohl die Eltern als auch die Kinder.
  2. Nun sollte jeder seine Regeln vorstellen dürfen und sagen warum er gerade die Regeln haben möchte.
  3. Nachdem nun alle Regeln angehört wurden sollten sie nochmal aufgeschrieben werden, wobei doppelte Nennungen und Ähnlichkeiten zusammengefasst werden.
  4. Nun wird jede Regel einmal durchgesprochen, diskutiert und eventuell abgeändert, bis alle damit einverstanden sind.
  5. Zu guter letzt werden die Regeln nun noch einmal geordnet und strukturiert aufgeschrieben und aufgehen, so dass sie für alle jederzeit nachzulesen sind.

Was ist uns wichtig?

Für unser Familienzusammenleben sind wir sehr darauf bedacht, immer auf den anderen zu achten und ein harmonischen Alltag zu führen.
Ein paar Beispiele für Regeln, welche bei uns zu Hause gelten:

  • Es wir immer erst angefangen zu essen, wenn alle am Tisch sitzen.
  • Es wird so lange am Tisch gesessen, bis alle aufgegessen haben.
  • Jeder räumt seine Sachen wieder weg. Egal ob es Geschirr ist , Bücher oder Spielzeug, was benutzt wurde gehört wieder an seinen Platz.
  • Niemand geht im Streit aus dem Haus oder Schlafen
  • Wenn wir ins Haus kommen sagen wir „Hallo“ und wenn wir wieder gehen sagen wir „Auf Wiedersehen“
  • Es ist nicht schlimm wenn man etwas falsch oder kaputt macht, solange man ehrlich ist und sich entschuldigt.
  • Wir sind höflich untereinander und sagen immer „Bitte und Danke

und natürlich noch einige andere.

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