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Erziehung Ratgeber

Bitte und Danke

Baby Weint - Bitte und Danke

Werte aus meiner Kindheit

Bitte, Danke, Hallo, Auf Wiedersehen und Entschuldigung, das sind die Wörter auf die meine Mutter bei mir immer sehr großen Wert gelegt hat. Von Anfang an wurden mir diese Höflichkeitsformen ans Herz gelegt und so musste man mich in der Regel später auch nicht an diese erinnern. Für mich waren diese Wörter also selbstverständlich. Ich begrüßte Besucher oder auch die Eltern meiner Freunde, wenn ich dort zu besuch war und ebenso verabschiedete ich mich auch immer von allen. Mit den Wörtern Bitte und Danke habe ich schnell gemerkt, bekommt man viel eher Dinge, die man gerne möchte und wird auch eher als freundlicher Mensch eingestuft.

Das Wörtchen Entschuldigung ist meiner Meinung nach das schwierigste, aber zugleich auch oft das wichtigste Wort. Denn sich entschuldigen zu können muss man lernen. Man sollte dieses Wort nicht leer dahinsagen. Doch somit fiel es mir auch oft sehr schwer mich für Dinge zu entschuldigen, bei denen man es von mir erwartete, ich mein Fehlverhalten jedoch nicht unbedingt als solches ansah. Doch auch bei diesem Wort merkte ich, dass man mit dessen Gebrauch viel einfacher durchs Leben kommt.

Wenn es einen schon als Kind nervt

Wie wichtig mir diese Worte selbst waren merkte ich recht früh. Als Kind sah ich in meiner Nachbarschaft ein Mädchen aufwachsen, welches etwas jünger war als ich. Unsere Eltern hatten recht viel Kontakt, so dass ich einiges mitbekam, was mich schon als Kind nervte.
Bei ihr wurde nie Wert auf diese Wörter gelegt. So erwiderte sie meine Begrüßung nicht einmal im Alter von 7 Jahren, geschweige denn dass ich eine Begrüßung erwarten durfte. Obwohl wir uns sehr gut kannten.
Bitte und Danke habe ich glaube ich noch nie von ihr gehört und dies machte mich schon im Kindesalter wütend. Denn als Kind sah ich dies als unfair an. Ich bedankte mich schließlich immer für alles, dies machte mir auch überhaupt nichts aus, doch von ihr kam nie ein Dank für die gleichen Dinge und sie bekam sie trotzdem. Heute kann ich über meine damalige Wut schmunzeln, doch als Kind fiel es mir sehr schwer diese einfach runterzuschlucken.

So sagte ich mir schon als Kind, dass ich als Mutter genau so großen Wert auf diese Wörter legen würde, wie meine Mutter es bei mir getan hatte.

Wie wird es werden?

Doch klappt das auch alles so als Mutter, wie man sich das vorstellt?
Schnell bekam ich Angst ich hätte den Mund zu voll genommen, als unser Nuffel sich ankündigte.
War es wirklich viel schwieriger seinem Kind solche Dinge beizubringen, als ich dachte? Hatte ich vielleicht aus Unwissenheit viel zu schnell über andere Eltern geurteilt? Ich sagte mir einfach ich würde mein Bestes geben und irgendwie wird das dann schon klappen.

Hallo & Tschüss

Als unser Sohn nun anfing zu sprechen versuchten wir ihm schnell beizubringen immer „Hallo“ und „Tschüss” zu sagen und dies klappte auch eigentlich ganz gut. Bei Menschen, die er kannte etwas besser, da er sich bei Fremden manchmal lieber hinter einem versteckte. Doch auch dies wurde immer besser. Die erste Hürde hatten wir somit zwar vielleicht noch nicht komplett für sein Leben gemeistert, aber einen guten Grundstein gelegt.

Bitte & Danke

Als nächstes standen die beliebten Zauberworte „Bitte“ und „Danke“ auf dem Plan. Wir achteten selbst nun penibel darauf uns für alles zu bedanken. Wir bedankten uns, wenn uns die Butter gereicht wurde oder einer dem anderen die Jacke gab. Natürlich folgte darauf dann auch immer prompt ein „Bitte“. Auch wenn unser Sohn uns zum Beispiel eines seiner Spielzeuge gab bedankten wir uns sofort bei ihm.
Schnell hatte er das Prinzip dieser Worte begriffen und versuchte es uns gleichzutun. Bei uns Zuhause gehörten Bitte und Danke somit schnell in seinen normalen Sprachgebrauch. Wo anders  oder gegenüber Fremden brauchte er auch hier wieder etwas länger, aber auch das wird von Tag zu Tag besser.
Wie es mit dem Wort „Entschuldigung“ aussieht werden wir wohl in der nächsten Zeit erfahren. Doch Sorgen mache ich mir nun keine mehr.

Nicht nachgeben

Mit nun nicht einmal zwei Jahren ist unser Sohn somit schon weiter als das Nachbarmädchen von damals mit sieben Jahren. Und dies ohne dass wir dafür wirklich viel machen mussten.
Mir ist natürlich bewusst, dass es nicht immer einfach ist. Doch auch wenn es mal etwas länger dauern sollte und man seine Kinder oft an diese Wörter erinnern muss, so sollte man in dieser Beziehung nie nachgeben bis es „sitzt“. Denn so sehr es die Kinder vielleicht nervt, wenn Mama und Papa ständig fragen wie denn das Zauberwort heißt, so dankbarer werden sie später dafür sein.

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